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Sparkassen-Spenden-Voting

Der Deutsch-Ausländische Freundeskreis Drensteinfurt, kurz DAF genannt, kann evtl. einen Förderbetrag von der Sparkasse Münsterland-Ost erhalten.

Der DAF bewirbt sich mit dem „Interkulturellen Garten“ als Projekt beim mit insgesamt 37.000 Euro ausgeschriebenen Spenden-Voting der Sparkasse Münsterland Ost. Prämiert werden die 15 Erstplatzierten. Wer als gemeinnütziger Verein die meisten Stimmen auf sich vereinigt erhält bis zu 8.000 Euro; selbst der 15. Platz wird mit 1.000 Euro prämiert. Um unter die 15 Ersten einen Platz zu erhalten, benötigen wir eure Stimme und die eurer Freunde, Verwandten und Bekannten.

Die Stimmabgabe erfolgt ab dem 01. bis 12. Juni 2019, 12:00 Uhr!

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Stimmen haben wir schon von euch erhalten. Danke!

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Ingré – Städtepartnerschaft

Städtepartnerschaft zwischen Ingré und Drensteinfurt besiegelt

Der DAF war dabei!

Gut zwei Jahre haben die Vorbereitungen gedauert, am 9. Mai ist es so weit: Drensteinfurts Bürgermeister Carsten Grawunder und sein französischer Amtskollege Christian Dumas besiegeln in Ingré die Städtepartnerschaft der beiden Kommunen mit ihrer Unterschrift unter dem Vertrag.

Dieses für Stewwert geschichtsträchtige Ereignis wollen 52 Bürger miterleben und im Rathaus in Ingré dabei sein. Vom 7. bis 10. Mai fährt die Delegation in die künftige Partnerstadt. Zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung der Stadt Drensteinfurt und des Vereins „Städtefreundschaft Drensteinfurt-Ingré“ erschienen in der Alten Post vor wenigen Tagen rund 30 Teilnehmer.

Am 7. Mai um 6 Uhr früh startet die Gruppe aus Drensteinfurt mit einem Bus nach Ingré. Gegen 16 Uhr wird ihre Ankunft erwartet, gleichzeitig soll auch die italienische Delegation aus Ingrés italienischer Partnerstadt Castel Maggiore ankommen. Nach einem kleinen Imbiss in den Gastfamilien und einem Restaurantbesuch erwartet die Teilnehmer am Abend mit der Besichtigung der beleuchteten Kathedrale von Sainte-Croix d’Orléans ein erster Höhepunkt.

Der kommende Tag, der 8. Mai, gilt in Frankreich als gesetzlicher Feiertag. Im ganzen Land finden Militärparaden und Gottesdienste statt, um das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Fall des Naziregimes im Jahr 1945 zu feiern. Traditionell werden an diesem Tag patriotische Lieder gesungen und Häuser mit der französischen Nationalfahne geschmückt. Um 11 Uhr nimmt die Delegation aus Drensteinfurt in Ingré an einem Umzug teil.

Am Nachmittag machen sich die Reisenden auf den Weg nach Orléans. Dort erleben sie die Feierlichkeiten zum Fest der Johanna von Orléans.

Die Fahrt nach Chambord mit Besichtigung des größten Schlosses des Loiretales steht am 9. Mai auf dem Programm der Drensteinfurter. Am Abend des gleichen Tages um 19.30 Uhr ist es dann so weit: Mit der feierlichen Unterzeichnung der Urkunde wird die Städtepartnerschaft amtlich.

Einen Tag später, am 10. Mai, macht sich die Stewwerter Delegation nach einem Abschiedsfrühstück gegen 10.30 Uhr wieder auf den Heimweg.

Untergebracht werden die Drensteinfurter Gäste möglichst privat, um im Sinne der Städtepartnerschaft Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen. Möglich ist jedoch auch die Übernachtung in Hotels. In Ingré kümmert sich der Jumelage-Verein um die private Unterbringung. Bei der Zuteilung orientiert sich der französische Verein an den persönlichen Angaben der Stewwerter wie etwa Alter, Sprachkenntnisse oder Hobbys.

Autor: Mechthild Wiesrecker, Westfälischer Anzeiger vom 17.02.19

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Für die Not der Fremden: Waltraud Angenendt erhält Ehrenring

Seit 40 Jahren engagiert sich Waltraud Angenendt in besonderer Weise für Flüchtlinge in Drensteinfurt. Für ihren selbstlosen Einsatz überreichte ihr Bürgermeister Carsten Grawunder nun in der Alten Post den Ehrenring der Stadt. Mitglieder aus Politik, Verwaltung und Vereinen, aber auch Freunde, Weggefährten und natürlich einige Flüchtlinge wohnten der Zeremonie bei. Für die Stadt ist es seit Vergabe des ersten Ehrenrings im Jahr 1973 die 21. Auszeichnung dieser Art. Nach Sabine Omland (2004) ist Waltraud Angenendt nun die zweite Frau, der die höchste Anerkennung der Stadt verliehen wurde. Vor 40 Jahren habe ihre Begegnung mit einigen Tamilen, die ohne jegliche Hilfe in dem heruntergekommenen Jugendheim lebten, den Grundstein gelegt für ihre Arbeit und die Gründung des Deutsch-Ausländischen Freundeskreises (DAF) mit einigen Mitstreiterinnen, erzählte Bürgermeister Grawunder. Obwohl sie mit Familie, politischen Ämtern und anderen sozialen Verpflichtungen bereits eingebunden war, machte sie sich die Not der „Fremden“ zu ihrer Herzenssache. Seitdem habe Waltraud Angenendt viel auf den Weg gebracht. Als die Flüchtlingskrise über Deutschland hereinbrach, habe sie den Verein umstrukturiert und für viele Ehrenamtliche geöffnet. Die sprachliche Förderung sei dem DAF besonders wichtig, er ermöglicht jedem Flüchtling unbürokratisch quasi vom ersten Tag an einen Sprachkurs, bis die offizielle Integration anläuft. Das internationale Café des Freundeskreises führe Einheimische und Asylbewerber einmal pro Woche zusammen. Ist es geöffnet, stehe Waltraud Angenendt bereit, um den Zugewanderten Fragen jeglicher Art zu beantworten. Darüber hinaus gehe sie in die Familien vor Ort. Sie habe breit gefächert viele Kontakte und nutzte diese, um die Menschen für ihre Sache zu begeistern und mitzunehmen. Daher könne der DAF heute eine ganze Palette von Angeboten aufweisen. Mit großer Empathie fühle sie sich in die Bedürfnisse ihrer Schützlinge ein, vermittele ihnen Familienpatenschaften und Unterstützung der Schulkinder. Maria Tölle, langjährige Mitstreiterin und Freundin der Geehrten, erinnerte sich, wie sie Waltraud Angenendt 1993 kennengelernt hat – als couragierte Biobäuerin, Mutter von vier Kindern, Lehrerin, Ratsfrau und Friedensaktivistin. Sie sei heute der Motor des DAF. Sie erkenne die Stärken und Fähigkeiten der rund 60 Helfer im DAF und sei trotz ihrer 70 Lebensjahre mit großer Kraft und Energie unterwegs. Sie freue sich über alle Erfolge ihrer Schützlinge, sei es das chinesische Mädchen, das auf einer Feier Geige spielt, oder das gesunde Baby eines georgischen Ehepaars oder der junge Syrer, der seinen Schulabschluss geschafft hat. Unentwegt bilde sie sich in Fragen des Asylrechtes fort, berichtete Tölle. So sei sie ein Bindeglied zwischen der Politik und der Realität vor Ort. Eigene Familiengeschichte mit Fluchtvergangenheit. Sichtlich gerührt, nahm die Ehrenringträgerin die lobenden Worte entgegen. „Ich sehe diesen Ring als Auszeichnung für die Arbeit, die von vielen Menschen in den drei Ortsteilen geleistet wird.“ Oft werde sie gefragt, warum sie sich so für Flüchtlinge einsetze. Die Ursache liege wohl in ihrer Familie, die selber eine Fluchtvergangenheit habe.

Copyright: Mechthild Wiesrecker, Westfälischer Anzeiger - 05.03.2018

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Langes Warten, Bitten, Hoffen: Familie entkommt dem Krieg

Als einer der ersten Flüchtlinge kam Mahmoud Zayat Ende 2015 aus Syrien nach Drensteinfurt. Während er zunächst in der Turnhalle in Walstedde Fuß in Deutschland fasste, drehten sich seine Gedanken Tag und Nacht um seine Frau und seine vier Kinder.

Er musste damals seine Familie in der vom Krieg zerstörten Stadt Aleppo zurücklassen. Seit Ende des Jahres 2017 ist die Familie gesund und glücklich wieder vereint. Wie viele Telefongespräche zwischen Deutschland und Syrien hin und her gingen, wie viele Sorgen und Tränen die monatelange Trennung gekostet hat, wissen wohl nur die Betroffenen. Das am Ende alles gut ging, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Umstand, den alle Beteiligten mit großer Dankbarkeit betrachten.

"Helft mir, Frau und Kinder nach Deutschland zu holen." Unzählige Male bat der 45-jährige Syrier jeden, der auf die eine oder andere Art mit ihm in Kontakt kam, sei es als ehrenamtlicher Helfer der Caritas, des deutsch-ausländischen Freundeskreises (DAF) oder der Stadt: „Helft mir, Frau und Kinder nach Deutschland zu holen.“ Ein Ansinnen, ebenso selbstverständlich wie zu Herzen gehend. Doch der Nachzug der Familie brauchte Zeit. Mahmoud Zayat nutzte diese, um die Sprache zu lernen und in Deutschland heimisch zu werden. Im August 2016 zog er von Walstedde in die Feuerwache nach Drensteinfurt. Sein Anliegen nahm er mit.

Der DAF machte ihm klar: „Frau und Kinder müssen in die Türkei fliehen.“ Im Oktober gelingt ihnen das Vorhaben. Mahmouds Schwester, die bereits in der Türkei in der Stadt Yildirim in der Provinz Bursa wohnt, hilft, für die Familie eine Wohnung zu finden. Ein Meilenstein für den Syrer, ist doch die Familie zunächst in Sicherheit, raus aus der täglichen Bedrohung durch Bombenangriffe. Mitte Dezember 2016 wird Mahmoud Zayat die Flüchtlingseigenschaft anerkannt, nur einen Monat später stellt er den Antrag auf Familienzusammenführung. Im März 2017 zieht er mit dem Syrer Barho Issa in eine Wohnung in der Wagenfeldstraße, für beide ein weiterer Schritt in die Normalität. Für ihn zählt jeder Tag.

Im Mai bekommt Familie Zayat in Izmir einen Termin bei der deutschen Botschaft. Es folgt ein umständlicher bürokratischer Akt, der durch das Fehlen des deutschen Ausweises des Vaters, dessen Ausstellung über Gebühr lange dauert, deutlich verzögert wird. Erst im Juli trifft der Ausweis ein und kann nach Izmir geschickt werden. Im August werden sämtliche Papiere von der deutschen Botschaft zwecks Prüfung nach Ahlen zur Ausländerbehörde geschickt. Bedingt durch die Urlaubszeit zieht sich der Vorgang bis zum Oktober hin, erst dann kann die Familie ihre Visa abholen. Für den Familienvater ist die deutsche Bürokratie unverständlich, er versteht die vielen Verzögerungen nicht, für ihn zählt jeder Tag, der den Zeitraum der Trennung unnötig verlängert.

Auch die Helfer stoßen an ihre Grenzen, immer wieder müssen sie vertrösten und Hoffnung machen. Mit dem Visum gibt die Familie ihre Fingerabdrücke im Rathaus der Stadt Yildirim in der Türkei ab, erhält die Ausreiseformulare, Unterschriften werden gegeben und dann endlich kommt die ersehnte Ausreise. Am Ende wäre alles fast an fehlendem Wohnraum gescheitert, hätte nicht Zayats Mitbewohner, der Kinderarzt Barho Issa, auf seinen Platz verzichtet. Issa absolvierte zu diesem Zeitpunkt eine Qualifikationsmaßnahme in Heidelberg. Am 24. Oktober erleben Eltern und Kinder ihr persönliches Wunder. Am Flughafen in Düsseldorf können sie sich zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder in die Arme schließen. „Das war so überwältigend, dass mir die Tränen gekommen sind“, erinnert sich Karin Müller vom DAF, die Mahmoud Zayats Bemühungen um Familienzusammenführung unterstützt und begleitet hat und ihn schließlich auch gemeinsam mit Bernd Schweppe, einem weiteren ehrenamtlichen Helfer beim DAF, zum Flughafen brachte.

Schon nach wenigen Monaten in Deutschland haben sich die Kinder gut eingelebt. Lujain (15) besucht die Teamschule, Joudi (8) und Sana (9) gehen zur Grundschule. Die beiden jüngeren Mädchen nahm die neunjährige, ebenfalls aus Syrien stammende Klassenkameradin Hala unter ihre Fittiche. Beide fühlen sich wohl und von den Klassen gut aufgenommen. Mohammed (16) geht für drei Tage in der Woche aufs Berufskolleg in Beckum. „Seine Lehrerin ist begeistert von seinen Fortschritten“, berichtet Karin Müller. Zusätzlich erhält er von Bernd Schweppe einmal pro Woche Deutschunterricht. Ehefrau Haifaa Khatib (44), die in Syrien als Hebamme gearbeitet hat, ist einfach nur glücklich, dass jetzt alle wieder zusammen sind und dazu in einem Land, in dem sie in Sicherheit leben können. Und der Kinderarzt Barho Issa? Für den fand der DAF zum 1. Dezember eine Ein-Personen-Wohnung direkt neben Familie Zayat. Syrische Freunde renovierten die Wohnung, da sich Barho noch in Heidelberg aufhielt. Am 20. Dezember konnte er einziehen. Jetzt wartet er auf eine Prüfung bei der Bezirksregierung in Stuttgart. Hat er diese absolviert, kann er sich auf eine Hospitationsstelle in den umliegenden Krankenhäusern bewerben.

Und was sagt Mahmoud Zayat heute? Abgesehen von seinem Strahlen versichert er: „Ich habe nie die Hoffnung aufgegeben, meine Familie wiederzusehen. Deutschland ist ein Land, das Flüchtlingen hilft und dafür bin ich sehr dankbar.“

Copyright: Mechthild Wiesrecker; Westfälischer Anzeiger 08.01.2018

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bike repair – „in liebevolle Hände abzugeben“

In der DAF-Fahrradwerkstatt „Bike Repair“ im Gebäude der alten Feuerwache greift ein Rädchen ins andere. Doch das Team muss in Zukunft auf Gudrun Treydte verzichten, die bisher die Fäden in der Hand gehalten hat und nun aus Stewwert wegzieht. Deshalb werden dringend weitere Helfer gesucht. In einer ländlichen Stadt wie Drensteinfurt, wo die einzelnen Ortsteile mehrere Kilometer voneinander entfernt liegen, ist das Fahrrad als Fortbewegungsmittel unverzichtbar. Insbesondere für die dort wohnenden Flüchtlinge. Das hat der Deutsch-Ausländische Freundeskreis (DAF) schon vor Jahren erkannt und in den Räumen des evangelischen Gemeindehauses eine Fahrradwerkstatt und -ausgabe eingerichtet. Vom ersten Tag an dabei: Gudrun Treydte . Sie kümmerte sich seitdem um die Annahme der gespendeten Räder, führte Listen, an wen schon Leezen herausgegeben worden sind, koordinierte und überwachte die Ausgabetermine. Doch nun zieht Treydte weg aus Drensteinfurt. Und der DAF sucht dringend weitere Helfer, die an dieser Stelle anpacken können. Seit Juli 2016 ist die Werkstatt „Bike Repair“ im Gebäude der alten Feuerwache an der Sendenhorster Straße beheimatet. „Für uns ein Glücksfall“, betont Gudrun Treydte. Nun müssten die Räder nicht mehr umständlich in den Keller geschleppt werden, wie es an der Martinskirche der Fall war. Außerdem können Spender zum Ausladen bequem auf den Parkplatz hinter dem Gebäude fahren. Die Werkstatt ist in einem kleinen Anbau untergebracht. Dies ist das Reich von Franz-Josef Bregenhorn und Klaus Matuszewski. Sie reparieren ehrenamtlich zwei Mal pro Woche die Leezen und schlachten solche aus, die nicht mehr fahrtüchtig gemacht werden können. Häufig helfen die Flüchtlinge selbst mit – unter Anleitung der beiden Experten. „Das gesamte Werkzeug ist ebenfalls von Bürgern gespendet worden“, zeigt Bregenhorn stolz auf die Wand, an der Schraubenschlüssel und Zangen fein säuberlich aufgehängt sind. Zum Team gehören auch noch Dieter Losch und Waldemar Hoffmann, die weitere Räder im Keller des Schulzentrums reparieren. Seit dem Start im vergangenen Sommer sind insgesamt rund 90 Leezen wieder fit gemacht und weitere 50 ausgeschlachtet worden. Und immer noch spenden die Drensteinfurter fleißig ihre ausgedienten Fahrräder. Es greift also ein Rädchen ins andere. Und die Dienste von Gudrun Treydte, die auch noch in der Flüchtlingssprechstunde des DAF Beratungsarbeit geleistet hat, werden schmerzlich vermisst werden. Umso wichtiger ist es ihr, die Aufgabe „in liebevolle Hände abzugeben, wie man so schön sagt“. Was man an „Qualifikationen“ mitbringen sollte? „Konsequenz und Durchsetzungsvermögen“, sagt sie lachend. Manchmal sei es gar nicht so einfach, für jeden Flüchtling auf Anhieb das passende Fahrrad zu finden. „Dann muss man jemanden auch mal auf den nächsten Ausgabetermin vertrösten“, und das sei eben gar nicht so einfach. ► Wer sich bei „Bike Repair“ engagieren möchte, ob bei der Organisation oder in der Werkstatt, kann sich bei Waltraud Angenendt, ✆ 0 23 87 / 703, melden. Westfälische Nachrichten 17.11.2017

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DAF-Sportler starten bei Westerwinkellauf: Hazrati Erster

Insgesamt 930 Sportler haben am Samstag am 29. Westerwinkellauf des SV Herbern teilgenommen. Mit dabei waren 8 LäuferIinnen und zwei Walker vom Deutsch-Ausländischen Freundeskreis Drensteinfurt (DAF). Bei strahlendem Sonnenschein fiel pünktlich um 14.20 Uhr der Startschuss für die Läufer der Fünf-Kilometer-Strecke. Bester Läufer vom DAF über diese Distanz war Yama Hazrati. Er erreichte nach 21:57 Minuten das Ziel und belegte damit den ersten Platz in seiner Altersklasse, dicht gefolgt von Reshad Fazly, der in einer Zeit von 22:32 Minuten Rang zwei in seiner Altersklasse schaffte. Nach 23:48 Minuten lief Sediq Faruki ins Ziel. Namitullah Armani benötigte für die Strecke 28:12 Minuten, Soheil Zandi und Amin Normohammadzadeh finishten nach 28:30 bzw. 28:31 Minuten. Beste Läuferin des DAF war Lima Osmani. Nach einem sechswöchigen Laufkurs im Frühjahr und regelmäßigem Training lief sie ihren ersten 5-km-Wettkampf in 34:04 Minuten. Viktor Karcev hatte sich für die 10-km-Strecke entschieden. In der Zeit von 54:26 Minuten erreichte er das Ziel und belegte damit den dritten Platz in seiner Altersklasse. Um 14.22 Uhr fiel für die 70 Walker der Startschuss für die 6-km-Strecke. Aus Drensteinfurt mit dabei waren Isabelle Karcev und Karin Müller. Isabelle Karcev benötigte 46:38, Karin Müller 48:23 Minuten. „Es war eine gelungene Veranstaltung, beim Silvesterlauf am Aasee in Münster sind wir auf jeden Fall wieder dabei“, sagte Karin Müller vom Deutsch-Ausländischen Freundeskreis.

Copyright: Mechthild Wiesrecker; Westfälischer Anzeiger 08.11.2017

Deutschschüler des DAF im Münsteraner LWL-Museum

In der vergangenen Woche stand -wie es sich für Schüler am letzten Tag vor den Ferien gehört- einmal kein Unterricht für die DeutschschülerInnen des Deutsch-Ausländischen Freundeskreises e.V. (DAF) auf dem Plan: Am Freitag ließen sie die Grammatik- und Vokabelhefte in ihrem Unterrichtsraum im Drensteinfurter Kulturbahnhof liegen und fuhren stattdessen mit ihren Sprachlehrern Theodor Lohölter und Margot Stadie per Zug nach Münster zum 2014 eröffneten Neubau des LWL-Museums für Kunst und Kultur. Der Drensteinfurter DAF um Waltraud Angenendt hatte zu diesem Ausflug eingeladen, um die engagierten Deutschschüler und -lehrer für ihren Fleiß zu belohnen. Im Foyer wurden sie schon von der Museumspädagogin Christa Heistermann erwartet, die vielen als Vorsitzende des Drensteinfurter Kunst- und Kulturvereins bekannt ist. Sie führte fachkundig durch das beeindruckende Gebäude. Waltraud Angenendt berichtet, der Schwerpunkt der Führung sei das Haus selbst gewesen mit seiner faszinierenden Architektur. Aber auch an den Kunstwerken zeigten sich die Flüchtlinge sehr interessiert. Vor allem in den Räumen, in denen Werke zu christlichen Glaubensinhalten ausgestellt waren, entwickelten sich angeregte Diskussionen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Islam und Christentum. Nach einem Erfrischungsgetränk stieg die Gruppe wieder in den Zug nach Stewwert, wo man sich weiter über das Gesehene und Gehörte austauschte. Für Waltraud Angenendt gehören solche Unternehmungen zu den Highlights der ehrenamtlichen Arbeit für die Integration ausländischer Menschen. Nähere Infos über das LWL-Museum in Münster und den Drensteinfurter DAF finden sich unter www.lwl.org/LWL/Kultur/museumkunstkultur/das_museum/ueber-uns und www.daf-drensteinfurt.de 08.07.2016

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DFB-Stiftung ehrt SVD und DAF

Jeden Freitag ab 19 Uhr bietet der Sportverein Drensteinfurt (SVD) in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Ausländischen Freundeskreis (DAF) ein freies Training für Flüchtlinge an. Für diese Integrationsarbeit ist das Projekt nun von der DFB-Stiftung Egidius Braun geehrt worden. Norbert Reisener, Vorsitzendes des FLVW-Kreises 24 Münster, überreichte den Verantwortlichen einen Scheck der Stiftung in Höhe von 500 Euro. „Sie bieten ankommenden Menschen ein Stück neue Heimat“, lobte Reisener, „und kümmern sich mit viel Herzblut um die Schutzbedürftigen.“ Das Geld sei eine Anerkennungsprämie, „um die Kosten abzufedern“, sagte Reisener. Der Chef des Fußballkreises hatte auch noch zwei Bälle für das offene Training mitgebracht. „Bälle haben wir jetzt genug“, freute sich Rudi Naerger vom DAF, der sich zusammen mit den Trainern Dieter Stracke, Volker Hugemann und Manfred Kunz freitags um die Flüchtlinge kümmert. Die Verantwortlichen haben natürlich schon Ideen, in welche Trainingsmaterialien das Geld investiert werden kann. Ein Fußballtennis-Set, bestehend aus Netz, Stangen und Halterung, wäre schön, so Naerger. Die von der Stiftung bereitgestellten finanziellen Mittel sind bis Ende des Jahres zu verwenden, die Ausgaben müssen nachgewiesen und ein Sachbericht zum Projekt „Kicken mit Flüchtlingen“ muss erstellt werden. Alexander Moos, Sportlicher Leiter der Fußball-Senioren, hatte den Tipp bezüglich der Fördermöglichkeit von der langjährigen SVD-Jugendobfrau Ulla Kunz erhalten und den Antrag bei der DFB-Stiftung gestellt. Einige Flüchtlinge seien bereits in die Jugendmannschaften des Stewwerter Sportvereins integriert worden, berichtete er Reisener. 2000 Vereine wurden bundesweit im Rahmen der Initiative „1:0 für ein Willkommen“ bereits für ihre Flüchtlingsarbeit ausgezeichnet. Seit März 2015 wurde damit bereits eine Million Euro bewilligt. Im Fußballkreis Münster sei der SVD erst der zweite Verein nach Davaria Davensberg, der 500 Euro erhalten hat, so Reisener. Text und Foto Matthias Kleineidam / WA vom 06.07.2016

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Genuss auf allen Sinnesebenen

Der dritte Kochabend des Jahres der Gruppe „Über den Tellerrand“ war eritreisch inspiriert: Unter der Leitung von Freweny Tesfämaryam erlebten die rund 25 Teilnehmer der Kochaktion mit Flüchtlingen einen Einblick in die Küche Eritreas, und das auf verschiedenen Sinnesebenen. Denn „es riecht sehr lecker“, wie Ahmad Reshad Fazly lächelnd befand. Und so schmeckte es auch. Während einige das Gericht als scharf bezeichneten, lobten andere die Würze der Speise. Doch was eigentlich zählt: Alle Teilnehmer hatten viel Spaß bei der Sache, und in der gelösten Stimmung kostete es die Flüchtlinge und auch die Einheimischen keinerlei Überwindung, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Der nächste gemeinsame Koch-Termin wird am 18. Mai stattfinden. Im Juni wird aufgrund des Ramadans nicht gekocht. Westfälische Nachrichten vom 07.04.2017

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Fußball-Integrationsteam siegt

Besser hätte es nicht laufen können: Gleich in ihrem ersten Spiel schaffte die Integrationsmannschaft, die der SV Drensteinfurt und der Deutsch-Ausländische Freundeskreis ( DAF) ins Leben gerufen haben, einen Sieg. Gegen die Hobbytruppe WSV Erdbüsken aus Ascheberg setzte sie sich am Sonntagnachmittag auf dem Kunstrasenplatz im Erlfeld mit 6:4 (3:2) durch. Das Team, in dem überwiegend Syrer und Afghanen spielen, ging bereits in der ersten Minute in Führung. Nach dem Ausgleich (6.) trafen die Gastgeber per Doppelschlag zum 3:1 (20., 22.), ehe den Aschebergern der Anschlusstreffer gelang (27.). 3:2 stand es auch zur Pause. Nach dem Seitenwechsel zog das Integrationsteam auf 6:2 davon (41., 46. und 49.). Gegen Ende der Partie – Schiedsrichter war Heinz-Dieter Heinrich – ging den Asylbewerbern allerdings die Puste aus, so dass der WSV Erdbüsken noch auf 6:4 verkürzen konnte (65. und 75.). Dieter Stracke, der die Truppe mit viel Herzblut trainiert, und die beiden Betreuer Rudi Naerger und Manfred Kunz waren nach dem Erfolg natürlich zufrieden. Jeden Freitag und nun auch dienstags – jeweils ab 19 Uhr – bieten sie im Sportzentrum Erlfeld ein offenes Training für Flüchtlinge und andere Interessierte an. Seit April 2016 gibt es das Angebot von SVD und DAF laut Naerger bereits. „Die Trainingsbeteiligung liegt immer bei etwa 17 Mann“, sagt Stracke. Um einheitlich auftreten zu können, hat die Mannschaft einen Satz weinrote Trikots gesponsert bekommen. Als Gegner beim Debüt stellte sich der WSV Erdbüsken zur Verfügung. Der Westerbauer-Sportverein wurde im Jahr 1979 gegründet und ist eine Hobbymannschaft. Dem WSV gehören nach eigenen Angaben zurzeit 144 Mitglieder an. Matthias Kleineidam, Dreingau-Zeitung, 22.03.2017

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